Abstract:
Ultraschallprüfung an keramischen Grünkörpern
H.-D. Tietz, B. May, M. Dietz, L. Bühling, Zwickau
Keramische Werkstoffe sind als Konstruktionsmaterialien ein fester Bestandteil des modernen Maschinenbaus. Für einen
kostengünstigen Einsatz von Keramik ist es sinnvoll, kritische Fehlstellen möglichst zeitig im Fertigungsprozeß zu erkennen.
Der zerstörungsfreien Prüfung kommt hierbei eine entscheidende Rolle zu. Insbesondere die Ultraschallprüftechnik und ihre
speziellen Verfahren bieten die Möglichkeit, Fehler relativ schnell und kostengünstig nachzuweisen.
Schwerpunkt der hier vorgestellten Arbeit ist der Einsatz und die Anpassung verschiedener Ultraschalltechniken für die
Prüfung keramischer Grünlinge. Das größte Problem liegt hierbei in der reproduzierbaren Einkopplung des Ultraschallsignals
und der großen Schallschwächung trockengepreßter Grünkörper. Herkömmliche Methoden wie die Ankopplung mit Wasser
oder Öl entfallen, da sie in jedem Falle zur Eigenschaftsveränderung oder Zerstörung des Grünlings führen. Einen Ausweg
bietet hier die Möglichkeit der trockenen Ankopplung. In der vorliegenden Arbeit werden verschiedene Verfahren der
trockenen Ankopplung, bezogen auf ihre Empfindlichkeit und laterale Auflösung von Defekten, untersucht. In Kontakttechnik
ist es sehr schwierig, die laterale Auflösung eines realen Fehlers im Grünkörper zu analysieren. Es werden Untersuchungen
vorgestellt, die mit Hilfe einer geeigneten Vorrichtung die Anwendung der Tauchtechnik für die Grünlingsprüfung erlauben. Als
weitere Möglichkeit werden Tests mit luftgekoppelten Ultraschallprüfköpfen vorgestellt.
Das Ziel dieser Entwicklungen ist eine flächenhafte Ultraschallprüfung der Grünkörper. Es werden erste Ergebnisse aus der
Kombination unterschiedlicher Ankopplungstechniken und Ultraschallparameter vorgestellt.