Keramische Automobilventile aus Siliziumnitrid wurden mit verschiedenen zerstörungsfreien Prüfverfahren untersucht. Mit der Farbeindringprüfung konnten Oberflächenfehler erfolgreich nachgewiesen werden. Hochfrequenter Ultraschall (80 MHz) wurde zur Prüfung des Teller- und des Schaftbereiches auf Volumenfehler eingesetzt. Fehler mit Abmessungen bis herunter zu 50 µm waren im Teller nachzuweisen. Verlustbehaftete Rayleighwellen wurden für die Prüfung auf Oberflächenfehler am Ventilsitz und am Schaft verwendet. Mit der digitalen Radiographie wurde der Tellerbereich in einer teilautomatisierten Prüfung erfaßt. Mit der 2D- und 3D-Röntgen Computertomographie konnten Fehleranzeigen im Schaft, im Nutbereich und im Tulpenbereich mit hoher Auflösung gefunden und charakterisiert werden. Die Resonanzprüfung arbeitet sehr schnell, kann aber sehr kleine Einzelfehler wahrscheinlich nicht nachweisen.