| DGZfP-JAHRESTAGUNG 2001 Zerstörungsfreie Materialprüfung | ZfP in Anwendung, Entwicklung und Forschung Berlin, 21.-23. Mai 2001 -Berichtsband 75-CD | START |
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Erste Vorschläge für die Flügel-Trennstellen eines Airbus A3XX (übergang im äußeren Flügelsektor von Aluminum auf CFK) beinhalten entweder 3 Lagen Aluminium oder eine CFK-Aluminium-CFK-Struktur. Bei der mit Wirbelstrom durchgeführten Bolzenprüfung an Flügel-Trennstellen eines A3XX müssen Materialstärken von bis zu 62 mm einer Aluminiumlegierung zerstörungsfrei untersucht werden. Neben den großen Materialstärken bereiten zudem die zur Befestigung der drei Lagen verwendeten Titan/Stahl-Bolzen mit 25 mm Durchmesser (43 mm Durchmesser des Kopfes) und dem daraus resultierenden starken Wirbelstromsignal erhebliche Probleme bei der Detektion und Klassifikation von sehr tiefliegenden und an den Bolzen angrenzenden Materialdefekten. Aufgrund der voluminösen Prüfteile wurden sehr niedrige Anregungsfrequenzen im Bereich von 20-70 Hz mit Standardeindringtiefen von bis zu 25 mm eingesetzt. Es wurden hierbei simultan mehrere Frequenzen eingesetzt, wodurch sowohl unterschiedliche Materialtiefen erfaßt werden konnten als auch eine Bestimmung der Bolzenposition möglich wurde.
Wir berichten über Wirbelstrommessungen zur Detektion von Materialdefekten in Tiefenlagen von 16-50 mm in Verbindung mit sensitiven Magnetometern (SQUID, Fluxgate), die mit einer hohen Feldempfindlichkeit von wenigen pT/ÖHz bei einigen 10 Hz einer Induktionsspule deutlich überlegen sind. Aus den Datensätzen für unterschiedliche Defektstrukturen konnten Merkmale für ein General Regression Neuronal Network (GRNN) extrahiert werden und darauf aufbauend eine Fehlerklassifikation durchgeführt werden.
| Herausgeber: DGfZP, Programmierung: NDT.net | START |