ZfPBau-Kompendium · 1999
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
Unter den Eichen 87, 12205 Berlin
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Radar

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Das Georadar hat heute eine nicht mehr zu vernachlässigende Bedeutung für die vorbereitenden Untersuchungen des Bodens auf Hindernisse vor der Verlegung von Rohren durch unterirdischen Schildvortrieb.

Im Bauwesen hat sich das Impuls-Radar zur Untersuchung von Straßenbelägen direkt vom fahrenden Fahrzeug aus sowie zur Ortung von vorgespannter Bewehrung in Stahlbetonkonstruktionen und insbesondere in Stahlbetonbrücken in den letzten Jahren sehr bewährt und wird auf diesen Gebieten immer häufiger eingesetzt. Nicht immer erfolgreich läßt sich das Verfahren für die Ortung von Hohlstellen einsetzten, da die Messungen z. B. in Beton sehr stark von der vorhandenen Bewehrung beeinflußt werden. Auf dem Gebiet der Feuchtemessung eignet sich Radar gut zur schnellen und großflächigen Ortung stärker durchfeuchteter Bereiche, quantitative Feuchtemessungen sind zur Zeit jedoch nur eingeschränkt möglich. Für tiefenaufgelöste Messungen muß auf die Alternativmethoden verwiesen werden.

Nachteilig für den Einsatz des Impuls-Radars sind die relativ hohen Anschaffungskosten der Geräte sowie der hohe zeitliche Aufwand für die Auswertung der Meßdaten.

Zur Zeit wird in einer Vielzahl von Forschungsprojekten an der Weiterentwicklung des Impuls-Radars für die Anwendung im Bauwesen gearbeitet.

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