Das Georadar hat heute eine nicht mehr zu vernachlässigende
Bedeutung für die vorbereitenden Untersuchungen des Bodens auf Hindernisse vor
der Verlegung von Rohren durch unterirdischen Schildvortrieb.
Im Bauwesen hat sich das Impuls-Radar zur Untersuchung von Straßenbelägen
direkt vom fahrenden Fahrzeug aus sowie zur Ortung von vorgespannter Bewehrung
in Stahlbetonkonstruktionen und insbesondere in Stahlbetonbrücken in den
letzten Jahren sehr bewährt und wird auf diesen Gebieten immer häufiger
eingesetzt. Nicht immer erfolgreich läßt sich das Verfahren für die Ortung von
Hohlstellen einsetzten, da die Messungen z. B. in Beton sehr stark von der
vorhandenen Bewehrung beeinflußt werden. Auf dem Gebiet der Feuchtemessung
eignet sich Radar gut zur schnellen und großflächigen Ortung stärker
durchfeuchteter Bereiche, quantitative Feuchtemessungen sind zur Zeit jedoch
nur eingeschränkt möglich. Für tiefenaufgelöste Messungen muß auf die
Alternativmethoden verwiesen werden.
Nachteilig für den Einsatz des Impuls-Radars sind die relativ hohen
Anschaffungskosten der Geräte sowie der hohe zeitliche Aufwand für die
Auswertung der Meßdaten.
Zur Zeit wird in einer Vielzahl von Forschungsprojekten an der
Weiterentwicklung des Impuls-Radars für die Anwendung im Bauwesen gearbeitet.