| DGZfP-JAHRESTAGUNG 2001 Zerstörungsfreie Materialprüfung | ZfP in Anwendung, Entwicklung und Forschung Berlin, 21.-23. Mai 2001 -Berichtsband 75-CD | START |
|
Eine wichtige Aufgabe zur Sicherstellung des zuverlässigen Betriebes chemischer Anlagen ist die Überwachung in Betrieb befindlicher Rohrleitungssysteme, die einem Wanddickenabtrag durch Korrosion oder Erosion unterliegen. In den meisten Fällen ist die Rohraußenoberfläche aufgrund der Isolationen nicht direkt zugänglich, so daß Kontaktverfahren wie z. B. UT zur Wanddickenbestimmung nicht zur Verfügung stehen. Der Einsatz der Schattentechnik erlaubt eine Messung der tangentialen Wanddicke entlang der projizierten Mantellinie durch Bewertung des Durchstrahlungsbildes. Dieses Verfahren ist aber nicht in der Lage, die minimale Restwanddicke auf dem gesamten Rohrumfang zu erfassen und somit den tatsächlichen Zustand des Rohres einzuschätzen. Durch die Anwendung tomographischer Verfahren, die die Rekonstruktion des Rohrquerschnittes und damit der Rohrwanddicke erlauben, kann der Nachteil der Schattentechnik überwunden werden. Der Beitrag stellt ein neues Verfahren vor, das mit nur zwei um 90° versetzten Radiographien auskommt und eine Bayes-Rekonstruktionstechnik unter Verwendung von a priori Wissen benutzt. Dabei erweist es sich für die Genauigkeit des Verfahrens und damit für die Genauigkeit der Wanddickenmessung als besonders wichtig, den radiographischen Abbildungsprozeß möglichst präzise im Rekonstruktionsverfahren zu erfassen. Dies schließt die Berücksichtigung der Streustrahlung, den Beitrag der Isolation bzw. des Medienflusses im Rohr zur Gesamtschwächung, sowie eine Korrektur der Strahlaufhärtung ein. Das rfahren wird anhand praktischer Beispiele vorgestellt.
| Herausgeber: DGfZP, Programmierung: NDT.net | START |