| DGZfP-JAHRESTAGUNG 2001 Zerstörungsfreie Materialprüfung | ZfP in Anwendung, Entwicklung und Forschung Berlin, 21.-23. Mai 2001 -Berichtsband 75-CD | START |
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Die Schweißnahtprüfung dickwandiger austenitischer und austenitisch-ferritischer Rohre mit Längs- oder Rund-Schweißnähten mit Wanddicken derzeit bis zu ca. 12 bis 15mm stellt an die zfP höchste Ansprüche. Handgeschweißte Nähte zeigen durch das Handschweißen zusätzlich größere Variationen der Schweißnahtdicken auf. Erschwerend für die Prüftechnik kommt hinzu, daß Schweißnähte dickwandiger Rohre teilweise ausgeprägte magnetische Eigenschaften aufweisen.
Da mit der Standardwirbelstromtechnik lediglich kleine Materialeindringtiefen der Wirbelströme bis zu maximal ca. 3-5mm mit ausreichendem Fehlerauflösungsvermögen erreicht werden können, wurde dieses Prüfverfahren bislang für dickwandige Prüfobjekte nicht in Erwägung gezogen.
In den letzten 15 Jahren wurden Untersuchungen an Schweißnähten unterschiedlicher Rohre mittels der Fernfeld-Wirbelstromtechnik mit getrenntem Sender- und Empfängeraufbau durchgeführt. Diese Untersuchungen zeigen, daß mit geeignetem Prüfaufbau Wirbelstromeindringtiefen über eine gesamte Rohrwanddicke - auch bei dickwandigen Prüfobjekten bis zu 20 mm Wand- möglich sind, wobei gleichzeitig das Auflösungsvermögen über die gesamte Rohrwand linear konstant bleibt.
Das Arbeitsprinzip des Fernfeld-Wirbelstromprüfverfahren zur Schweißnahtprüfung soll vorgestellt werden. Danach werden Prüfergebnisse der mittlerweile vom TÜV qualifizierten Technik an maschinell geschweißten Längsnähten von Rohren mit bis zu 13,5 mm Wandstärke gezeigt. Weiterhin wird der Stand der neueren Untersuchungen und die Prüfergebnisse an handgeschweißten austenitischen Rundschweißnähten mit Delta-Ferrit mit Wanddicken bis zu 15 mm vorgestellt.
Die Prüfergebnisse demonstrieren die Funktionstüchtigkeit des Prüfverfahrens.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß die Fernfeldwirbelstromprüftechnik ein großes Einsatzpotential besitzt und mittlerweile industriell erfolgreich zur Schweißnahtprüfung eingesetzt wird. Der Einsatz der Fernfeldwirbelstromtechnik im Vergleich zu anderen zerstörungsfreien Prüfverfahren ist zudem sehr wirtschaftlich.
| Herausgeber: DGfZP, Programmierung: NDT.net | START |