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| DGZfP-JAHRESTAGUNG 2003 ZfP in Anwendung, Entwicklung und Forschung | |||
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Verfahren zur Inspektion einwandiger Böden in Flachbodentanks - Möglichkeiten und Grenzen von zerstörungsfreien Prüfverfahren -Andreas Krüger, TÜV Hannover/Sachsen-Anhalt, HannoverRalf Dix, RTD Quality Services, Bochum Wilhelm Kelb, KontrollTechnik, Schwarmstedt Kontakt: Krüger Andreas Dr.-Ing. 1. EinleitungNach wasserrechtlichen Vorschriften [1,2] müssen Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen "so beschaffen sein, so eingebaut, aufgestellt, unterhalten und betrieben werden, dass eine Verunreinigung der Gewässer nicht zu besorgen ist", das heißt nach menschlichem Ermessen unwahrscheinlich ist. Bei Flachbodentanks sind Undichtheiten dann schnell und zuverlässig erkennbar, wenn sie einen lecküberwachten, doppelten Boden besitzen oder der Tankunterbau so gestaltet ist, dass Undichtheiten im Bodenbereich sofort beim Austritt der Lagerflüssigkeit in den Auffangraum erkennbar werden. Ein erheblicher Teil der in Deutschland bestehenden Tanks genügen diesen Anforderungen nicht. In der TRwS 133/1997 [3] werden Bedingungen für den Weiterbetrieb derartiger Flachbodentanks in Abhängigkeit von der Art und Güte des Fundamentes, der Erkennung einer Leckage sowie vom Umfang zusätzlicher Prüfungen festgelegt. Dabei muss die Summe aller Ersatzmaßnahmen das einleitend genannte Schutzziel in gleichwertiger Weise erfüllen. 2. Wasserrechtliche AnforderungenDer Weiterbetrieb von Flachbodentanks mit einwandigen Tankböden ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Die TRwS 133/1997 teilt die Tanks in 6 Gruppen ein. Insbesondere an den Flachbodentanks der Gruppen 5 und 6 sind besondere Maßnahmen erforderlich. Im Rahmen einer Einzelfallprüfung sind die folgenden Aspekte zu berücksichtigen:
Unter Punkt 3 wird die Erfassung und Beurteilung des aktuellen Zustands des Behälters gefordert. Hierzu sind insbesondere für den gesamten Tankboden flächendeckende Wanddickenmessungen mittels geeigneter zerstörungsfreier Prüfverfahren erforderlich. An die zerstörungsfreien Prüfsysteme werden dabei bestimmte Anforderungen gestellt. 3. Anforderungen an TankbodenprüfsystemeDie in Deutschland und vielen anderen Ländern eingesetzten Prüfgeräte arbeiten nach dem Magnetstreufluss-, dem Ultraschall- und seit jüngerer Zeit auch nach dem Wirbelstromverfahren. Generell lassen sich die Anforderungen an diese Prüfsysteme wie folgt festlegen:
Die Geräte der sogenannten "zweiten Generation" erfüllen die genannten Anforderungen im wesentlichen. Dies soll im folgenden anhand von zwei Prüfsystemen erläutert werden. 4. Prüfsysteme der "zweiten Generation"4.1 Wirbelstrom-Prüfsystem nach der SLOFECTM-Technik
Diese basiert auf der Technik des Wirbelstromverfahrens, wobei der jeweils erfasste Bauteilbereich vormagnetisiert und mit relativ niederfrequenten Wirbelstromsignalen geprüft wird. Durch örtliche Inhomogenitäten im Bodenblech (in diesem Fall z.B. Korrosion) wird das eingebrachte Magnetfeld gestört und diese Störung wird anhand des gleichzeitig induzierten Wirbelstromfeldes zur Anzeige gebracht. Das Tankbodenprüfgerät FS-400 V1 verfügt über 8 linear angeordnete Wirbelstromsonden, die sich zwischen den Polen der Magnete befinden. Jeder Sensor hat eine Breite von 50 mm. Die Sensoren sind lückenlos aneinander gefügt. Hieraus ergibt sich eine lückenlose Messbreite des Systems von 400 mm. Da das System modular aufgebaut ist, lassen sich prinzipiell auch andere Messbreiten realisieren. Eine zu prüfende Platte wird in einzelne Prüfbahnen von je 400 mm Breite aufgeteilt und abgescannt, wobei auf ausreichende Überlappung der Prüfbahnen von mindestens 10% zu achten ist. Wirbelstromanzeigen, die durch Wanddickenänderungen hervorgerufen werden, werden entsprechend ihrer Amplituden vorwählbaren, farbcodierten Klassen zugeordnet und als Farbgrafik auf dem Monitor der Computereinheit darstellt, Abb. 2. Mit Hilfe von Standardvergleichsplatten (Kalibrierplatten), Abb. 4, wird die Zuordnung zwischen Farbklasse und Größe der Wanddickenminderung (Fehlertiefe) geschaffen. Da die Amplitude der Wirbelstromsignale durch das Fehlervolumen (d.h. das abgetragene Materialvolumen) und damit nicht nur durch die Restwanddicke bestimmt wird, führt die Klassierung der Signalamplituden in Wanddickenklassen allerdings nur zu einer ersten Abschätzung der Wand-dickenminderung. Die exakte Ermittlung der Restwanddicke muss anschließend durch eine Ultraschallwanddickenmessung in den betreffenden Bereichen erfolgen. Viele Prüfungen in der Praxis haben gezeigt, dass die erste Abschätzung dennoch auf ± 15 % genau ist.
Über die Bewertung des Phasenwinkels der Wirbelstromsignale in der Impedanzebene ist darüber hinaus eine Unterscheidung zwischen innen und außen liegenden Fehlern möglich, Abb. 3. Von jeder Abtastspur werden Farbdarstellungen erstellt. Die Signalamplituden der einzelnen Sonden können als Liniendiagramme, Abb. 2, oder als C-Bilder dargestellt werden, Abb. 4. Zur Erfassung eines gesamten Bodenbleches sind mehrere Abtastspuren erforderlich. Die C-Bilder der einzelnen Abtastspuren werden im Computer zu einem Gesamtbild des Bleches zusammengefügt, Abb. 5.
Das Abtasten bzw. Scannen der Bleche erfolgt deshalb nach einem fest vorgegebenen Ablaufschema, welches von der Software berechnet und für die Prüfer vorgegeben wird. Die Ergebnisdarstellung aller Einzelbleche wird abschließend zu einer Gesamttankbodenübersicht zusammengefügt, Abb. 6. Die grafische Darstellung jedes einzelnen Bleches bleibt dabei aber identifizierbar. Die gesamten Messdaten der Prüfung werden als unveränderbare Urdaten zusammen mit den Systemeinstellungen, Kalibrier- und Auftragsdaten im Rechnersystem gespeichert. Die Grafiken können direkt nach der Prüfung oder zu einem späteren Zeitpunkt erstellt werden. Die Auswertung kann damit zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt auch mit veränderten Bewertungsschwellen wiederholt und durch einen anderen, unabhängigen Bewerter überprüft werden. 4.2 Ultraschall-Wanddickenmessung mit Scanner
Die Dokumentation der Ergebnisse erfolgt in Form von farbigen Projektionsbildern. Im Ergebnisausdruck erscheinen die gemessenen Wanddickenwerte als Bildpunkte, aus deren farblicher Codierung die aktuelle Blechdicke entnommen werden kann, Abb. 8. Im gesamten Bild sind alle Wanddickenwerte einer Prüfbahn in der Draufsicht und im Seitenprofil des Prüfbereichs dargestellt. Zusätzlich wird eine statistische Auswertung der gemessenen Werte vorgenommen, so dass ein schneller Überblick über den Zustand des Tankbodens gegeben ist. 4.3 Bewertung der Verfahren 5. Schallemission an Flachbodentanks5.1 Verfahren Bei der Schallemissionsprüfung werden empfindliche Sensoren ringförmig an der Außenseite des Behälters angebracht und die vom Tankboden emittierten Schallsignale aufgezeichnet und bewertet, Abb. 9. Die "Geräusche" im Tankboden werden u.a. durch den Bruch oder die Ablösung von Korrosionsprodukten vom Tankboden verursacht. Diese gilt es von Störgeräuschen zu separieren.
5.2 Bewertung des Verfahrens
6. ZusammenfassungDie bestehenden Prüfsysteme der "zweiten Generation" für die Prüfung von Tankböden werden im Rahmen dieses Beitrages hinsichtlich ihrer Möglichkeiten, die aus dem Technischen Regelwerk ableitbaren Anforderungen zu erfüllen, im einzelnen betrachtet. Es wird auf die Schallemissionsprüfung als Verfahren zur Detektion aktiver Korrosion eingegangen und aufgezeigt, warum die Akzeptanz des Verfahrens durch die Technische Überwachung zur Zeit nicht gegeben ist. 7. Literaturliste
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