DGZfP-JAHRESTAGUNG 2003

ZfP in Anwendung, Entwicklung und Forschung

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Schweißnahtprüfung nach EN 1714 und EN 1712 Vereinfachung der Ultraschallprüfung durch EDV-Unterstützung

H. Riff, W. Böcker, Riff Systemhaus, Herne; M. Löhr, DGZfP, AZ Dortmund
Kontakt: Riff Helmut

1. Einleitung

Seit Oktober 1997 gibt es für die Ultraschallprüfung von Schweißnähten unter anderem zwei neue EN-Normen für die Festlegung der Prüftechnik (EN 1714) und für die Zulässigkeitsgrenzen (EN 1712).

Gegenüber bestehenden nationalen Standards wie HP 5/3 oder DVS 0704 wird der Ultraschallprüfer mit einigen Änderungen konfrontiert. Dazu zählen neue Begriffe wie z.B. Beobachtungsschwelle, unterschiedliche Zulässigkeitsgrenzen als Registrierschwelle usw. Weiterhin werden für sieben verschiedene Nahtgeometrien, von einfachen Stumpfstößen bis Knoten-verbindungen in Rohrkonstruktionen, detaillierte Angaben zu den Einschallpositionen, Anzahl der Einschallwinkel, Justierbereich usw. gemacht. Zum Teil ist die Anzahl der Einschallwinkel, wie auch die Empfindlichkeitseinstellung frequenzabhängig.

Alle oben genannten Punkte erfordern ein Umdenken vom Prüfer, dies soll durch Einsatz geeigneter Software vereinfacht werden.

2. Leistungsmerkmale der Software

In der Basisversion ist die Software eine Einzelplatzlösung ohne Geräteverknüpfung, die aber insbesondere in Verbindung mit Analog-Geraten ein wirtschaftlicheres Prüfen mit folgenden Hilfsmitteln erlaubt:
    a) Erstellung und Ausdruck von Prüfanweisungen
    b) Ausdruck von AVG-Vorsatzskalen für jedes Gerät mit allen wichtigen Informationen zur Prüfung
    c) Integrierte Ortungshilfen auf der Skala
    d) Korrektur von Krümmungseinflüssen für die Ortung
    e) Vollständige Datenaufnahme und Übernahme in ein Protokollformular (Worddokument)
    f) Automatische Bewertung der Anzeigen mit allen Entscheidungskriterien nach EN 1712
Neben der Basisversion sind Modifizierungen nach Kundenwunsch geplant, die eine direkte Verknüpfung mit einem vorhandenem Digital-Gerät und Einbindung der Daten in ein Netzwerk ermöglichen.

3. Systemanforderungen

Das Programm ist lauffähig unter den Betriebssystemen WIN98 / 2000 / NT / XP
Prozessor ab Pentium III / 500MHz
64 MB RAM
100 MB freier Festplattenspeicher

Weitere Informationen unter www.riff-systemhaus.info

STARTHerausgeber: DGfZPProgrammierung: NDT.net