

Die Ultraschallwelle an der Grenzfläche wurde in ihrer Amplitude im Bereich zwischen 0,5 und 2,5 nm variiert. Die Summe der Oberwellen zeigt deutlich einen linearen Anstieg mit der Ultraschallamplitude, der bei höheren Ultraschallamplituden in ein Plateau übergeht (Bild 3a). Der Maximalwert des Plateaus ist gleich dem Maximum der Rückstellkraftkurve, der Haftkraft, zu setzen und ist somit ein quantitatives Maß für die Haftfestigkeit der Klebung.
Durch Kalibrierung nur eines der zerstörungsfrei ermittelten Meßwerte für die mechanische Haftfestigkeit kann die Haftfestigkeit übertragen auf die anderen Proben quantitativ und zerstörungsfrei bestimmt werden. Die so kalibrierten zerstörungsfrei ermittelten Haftfestigkeiten liegen für den untersuchten Probensatz innerhalb der Meßgenauigkeit von 10 % der mechanisch ermittelten Zugscherfestigkeiten (Bild 3b).
Fig.3a: Gemessene Summe der Oberwellen in Abhängigkeit von der Ultraschallamplitude und dem Feuchtegehalt des Klebers. Das Maximum ist ein Maß für die die Haftung des Materialverbundes.
Fig. 3b: Durch Kalibrierung der zerstörungsfrei ermittelte Meßergebnisse auf mechanische Kenngrößen ist eine quantitative Bestimmung der Haftfestigkeit möglich.