Bild 3 zeigt die Ultraschallergebnisse dieser Serie von Flachbodenbohrungen, beginnend mit 1 mm Durchmesser (links) bis 0,2 mm Durchmesser (rechts). Oben ist die Echoamplitude aus der Fügeschicht mit den Reflexionen von den Flachbodenbohrungen wiedergegeben, unten ist die Höhe der Rückwandechoamplitude mit deren Abschattung durch die Flachbodenbohrungen sichtbar. Eine quantitative Bewertung des Signal-Rausch-Abstandes ergibt für die Impuls-Echo-Methode Werte von 10 dB und mehr, bei der RWE-Abschattung liegen sie bei 16 dB und darüber (jeweils für die 0,2 mm-Bohrung).
| Bild 3. Ultraschall-Abbildung eines Testkörpers mit Flachbodenbohrungen von 1.0 bis 0.2 mm Durchmesser. Echo aus der Fügeschicht (oben), Amplitude des Rückwandechos (unten) |
| | Sprengplattierungen weisen aufgrund der Prozeßdynamik in der Regel eine Wellung (ripples) der Fügeschicht auf. Das Vorhandensein dieser Wellung kann als Qualitätskriterium der Sprengplattierung herangezogen werden. In Bild 3 macht sich diese Welligkeit nur in Form von Schwankungen des Rückwandechos bemerkbar (unten), ohne jedoch selbst Reflexionen zu erzeugen (oben). |
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Bild 4 zeigt die 0,2-mm-Bohrung einmal in Impuls-Echo-Technik (oben) und einmal als Rückwandecho-Abschattung. Beide Darstellungen bilden den Testfehler ähnlich gut ab, wobei wieder bei der Rückwandecho-Methode die Grenzschicht-Welligkeit erkennbar wird. | Bild 4. 0,2 mm Flachbodenbohrung: Echo aus der Fügeschicht (oben) und in Rückwandecho-Abschattung (unten) |  |
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Bild 5 zeigt die 0,4-mm-Bohrung zusammen mit einem natürlichen Fehler. Wieder ist in der oberen Bildhälfte das Echo aus der Grenzschicht und in der unteren das Rückwandecho gezeigt. Die runde Anzeige in beiden Bildhälften links wird von der Bohrung erzeugt, während es sich bei der Anzeige rechts in beiden Bildhälften um einen natürlichen Fehler handelt. Während die Flachbodenbohrung in beiden Techniken ähnlich gut abgebildet wird, ist das Erscheinungsbild des natürlichen Fehlers je nach Methode recht unterschiedlich. Um eine bessere Einschätzung für die methodenabhängige Nachweisfähigkeit realer Fehler zu entwickeln, werden - von der Kupferseite aus - weitere Testfehler unterschiedlicher Art eingebracht:
| funkenerosiv hergestellte Sacklöcher mit angenäherter Kugelbodenform und Durchmessern von 0,12 und 0,21 mm,
| | Kegelbohrungen von 0,3 mm Durchmesser
| | ferritische Einschlüsse (Stahl) mit konischer Spitze, 0,3 mm Durchmesser |
| Bild 5. Echo aus der Fügeschicht (obere Bildhälfte) und Rückwandecho-Abschattung (untere Bildhälfte): 0,4 mm Flachbodenbohrung (rund, links), natürlicher Fehler rechts |
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Bild 6 zeigt diese Inhomogenitäten in Impuls-Echo-Technik (oben) und Rückwandecho-Abschattung (unten). Nur die Stahleinschlüsse erzeugen ein Echo, während alle übrigen Testfehler sich lediglich in Form einer Rückwandecho-Abschattung bemerkbar machen, ohne selbst ein erkennbares Echo zu erzeugen.
| Bild 6. Verschiedene Testfehler, in Impuls-Echo-Technik (oben) und in Rückwandecho-Abschattung (unten) |  |
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In Bild 7 ist ein B-Bild durch die 0,4 mm Flachbodenbohrung dargestellt. Zwischen Eintritts- und Fehlerecho ist das im Vergleich zum Stahl höhere Kornrauschen aus dem Kupfer zu erkennen und im Rückwandecho (unten) die Ripples sowie die Abschattung durch den darüber liegenden Reflektor.
| Bild 7. B-Bild (senkrechter Schnitt) durch die 0,4 mm- Flachbodenbohrung; oben das Echo des Schalleintritts, unten das Echo der Rückwand. Im unteren Drittel liegt das Echo der Bohrung |  |
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Bild 8 schließlich zeigt das Fehlerecho (oben) und die Rückwandecho-Abschattung (darunter) eines großen realen Fehlers in einem der sprengplattierten Streifen, gemessen mit 15 MHz. Derart große Fehlstellen führen zum Aussondern der entsprechenden Bauteil-Abschnitte. Als Bezugsreflektor wird eine 0,5 mm-Flachbodenbohrung gewählt. Die Zulässigkeitsgrenze wird auf Bezugsreflektorhöhe, die Registrierflichtigkeit auf Bezugsreflektor minus 6 dB festgelegt, also auf eine Reflektivität von 50 % des Bezugsreflektors.
| Bild 8. Realer Fehler in Echotechnik (oben) und Rückwandecho-Abschattung (unten), aufgenommen mit einem 15 MHz-Fokusprüfkopf | |