Bei Al-Kolben für hochbelastete
Motoren wird ein Ringträger aus
Grauguß eingegossen. Die Bindung dieses Ringträgers mit
dem übrigen Kolbenmaterial
wird zerstörungsfrei mit Ultraschall geprüft.
Man unterscheidet zwei Prüfmethoden:
Beide Methoden werden heute angewandt, liefern jedoch unterschiedliche Aussagen. Die Untersuchung mit Nutenprüfköpfen ergibt Erkenntnisse über die Qualität der Bindung im Nuteninneren. Die Winkeleinschallung weist vor allem Bindefehler, die von der Oberfläche ausgehen, nach. Zusätzlich zur Bindungsprüfung der Oberflanke und Unterflanke wird mit einem Senkrechtprüfkopf in Impulsreflexion die Bindung im Ringträgerrücken überprüft. Da die Produktionsstückzahlen bei Kolben (ca. 500 Stück pro Stunde) hoch sind, wurde schon frühzeitig die Forderung nach einer Automatisierung dieser Prüfung erhoben. Das führte zur Entwicklung eines Prüfautomaten, der mit der Produktion der Kolben verkettet werden kann und so automatischen Betrieb ermöglicht. Die im folgenden vorgestellte Prüfanlage arbeitet mit Nutenprüfköpfen, kann jedoch auch mit Senkrechtprüfköpfen in Winkeleinschallung betrieben werden. Auch der gleichzeitige Einsatz beider Prüfmethoden ist möglich. Die Prüfanlage (Bild 2) besteht aus den folgenden Komponenten:
Fig.2: Die Prüfanlage.
Fig.3: Prüfstation mit einem
Doppelgreifersystem (21k)
Fig.4: Prüfposition (13k)
Anhand des Prüfergebnisses wird der Kolben als GUT oder als SCHLECHTklassifiziert. Der Rechner erfaßt die Anzahl der geprüften Kolben, unterschieden nach GUT und SCHLECHT, und erstellt auf Wunsch ein Schichtprotokoll. Eine Abwicklung des Kolbenumfangs mit Darstellung der Fehlerbereiche kann ausgedruckt werden. Nach der Ultraschallprüfung - ca. 8 sec pro Kolben - erfolgt die entsprechende Sortierung und der automatische Weitertransport.