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Table of Contents - DGZfP 98
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![]() ![]() Die (Mit)Streiter auf dem Podium (v. I. n.r.): Rainer Zwätz (SLV Duisburg, in Vertretung für den verhinderten Prof. Thier), Prof, Michael Kröning (IZFP), Manfred Henrichs (HEW), Hartmut Lorenz (L.u.C. Steinmüller), Uwe Cohrs (BIS), Dr Klaus Kolb (ZPKo) und Jörg Völker (Siemens AG) |
Die Wahl des heiklen Themas ging unter anderem auf eine Anregung von Peter Rau, AK-Leiter in Mannheim-Ludwigshafen, zurück, der eine solche Diskussion bereits im dortigen Arbeitskreis mit gemischtem Auditorium - DGZfP und DVS - erfolgreich arrangiert hatte.
Zunächst bat der Moderator die Podiumsgäste zwecks Standortbestimmung jeweils um ein kurzes Statement, wobei er Dipl.-Ing. Zwätz und Prof. Kröning als Exoten unter ZfP-Praktikern vorstellte - mit deren lachendem Einverständnis. Hier einige Kernsätze.
Dr. K. Kolb: Der Informationstransfer vom Besteller bis hin zum letzten Subunternehmer ist oft mangelhaft - das zum Teil bewußt und gewollt. Das Gegeinander beider Gruppen ist sogar normativ festgelegt.
U. Cohrs: Es gibt für ihn zwei unterschiedliche Wahrnehmungen des Problems; die erste als Mitglied der Prüfaufsicht eines Fertigungsunternehmens, die zweite als Geschäftsführer eines Prüfunternehmens.
H. Lorenz: Siehe obenstehende Abbildung seiner Folie.
M. Henrichs: Vorgaben des Komponentenherstellers sind oft nicht vorhanden, sind schwammig oder kommen beim Subunternehmer nicht an. Wenn die HEW einen Auftrag an ein deutsches Unternehmen vergibt, macht dieses in der Regel das Engineering und vergibt die Aufträge zur Herstellung der Bauteile an Unterlieferanten vorwiegend in Ländern des ehemaligen Ostblocks, wo sie nicht verstanden werden. Um die Anweisungen, Regeln und Normen in die jeweilige Landessprache zu übertragen, fehlen Zeit und Geld.
Heraus kommt oft zweit- oder drittklassige Qualität, die viel Nacharbeit erfordert. Die Konsequenz: selbst verstärkte Bau- und Fertigungsüberwachung betreiben oder diese Aufgabe an entsprechende Institute vergeben.
Prof. M. Kröning: Wird die ZfP irgendwann zum Selbstzweck? Wird sie nicht, wenn gewährleistet ist, daß die Prüfaufgabe selbstverständliches Element der Prüfaufsicht ist.
R. Zwätz: Die ZfP verbessert nicht die Qualität der Schweißnähte.
Schwerpunkte der nachfolgenden Diskussionsbeiträge aus dem Auditorium waren unter anderem die zukünftige Gestaltung der Regelwerke, arbeiten unter immer größer werdendem Kostendruck, notwendige Unterscheidung zwischen Prüfer und Prüfaufsicht, verschiedene Aspekte der Vergabe von Prüfaufgaben, Differenzierung der Verantwortlichkeiten von Prüfaufsicht und Schweißaufsicht, Wirtschaftlichkeit der ZfP.
Fazit des Moderators: Gut, daß beide Fraktionen hier miteinander gestritten haben, beweist das doch letztlich, daß beide vor dem gleichen Problem stehen - die Sicherung von Kompetenz und Kommunikation. y
Ein Gespräch wie dieses, fair und "mit gleichen Waffen", dient nur einem Ziel, gemeinsam ein positives Endergebnis zu erreichen - hochwertige und sichere Schweißnähte.
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