Messprinzip
Das Verfahren, mit Ultraschall auch Durchmesser zu messen hat sich seit vielen Jahren schon in der Stahlindustrie, besonders bei präzisen Reaktorrohren bewährt. Die Genauigkeit dieser Methode beträgt 1/100 mm und wird von Prozessbedingungen und Materialtyp nicht beeinflußt.
Vor allem durch die Kombination mit der Wanddickenmessung erzielt man eine kostengünstige Komplettlösung. Ein zusätzliches Durchmessermeßgerät kann somit entfallen. Ein weiterer Vorteil besteht in der zentralen Dokumentation aller Geometriewerte auf einem System, einfache Bedienung, keine komplizierten Schnittstellenlösungen. Das Meßprinzip ist recht einfach, bedarf jedoch einer leistungsfähigen Ultraschallelektronik.
Zwei zum Rohrmittelpunkt gegenüberliegende Prüfköpfe werden mit den Meßaufgaben Wanddicke und Abstandsmessung in hoher Folge (4 kHz) getaktet. Durch die hohe Taktfolge wird ein Meßfehler durch Rohrvibration vermieden und ebenso die Innendurchmesser Berechnung quasi am gleichen Rohrpunkt durchgeführt. Zusätzlich wird noch der Einfluß der Wassertemperatur (SchaIlgeschwindigkeitsänderung) durch eine Referenzmessung mit einem zusätzlichen Prüfkopf berücksichtigt.
Die Kalibrierung erfolgt einmalig, mit Hilfe eines einzulegenden Dornes oder auch am laufenden Rohr, und benötigt nur im Servicefall bei Prüfkopfwechsel eine Wiederholung. Die Durchmessermessung wird mit reversierender Mechanik als auch mit feststehenden Prüfköpfen eingesetzt.
Rolf Diederichs 28. Dez. 1995, info@ndt.net