Die Meßmethode arbeitet nach dem allgemeinen Ultraschall Impuls-Echo-Verfahren und ermittelt dabei die Laufzeit in dem zu messenden Körper. Ähnlich wie beim Echolot wird ein kurzer Ultraschallimpuls mit Hilfe eines Piezoschwingers im Ultraschallprüfkopf erzeugt, über ein Ankoppelmedium meist Wasser in das Objekt eingeleitet und das an der Rückwand reflektierte Echo vom Ultraschallprüfkopf bzw. des Piezoschwingers empfangen. Trifft eine Ultraschallwelle auf eine Grenzfläche mit unterschiedlicher Dichte ( Kunststoff-Wasser-Luft...), so kommt es grundsätzlich an den Grenzflächen der unterschiedlichen Medien zur Schallwellenreflexion.
Wanddickenformel
: Die Laufzeit des Impulses vom Eintritt in das zu messende Objekt
bis zum Wiederaustritt an derselben Stelle entspricht der zweifachen
Wanddicke des Objektes. Durch eine Multiplikation dieser
zurückgelegten Laufzeit mit der Schallgeschwindigkeit erhält
man die Wanddicke.
Die mechanische Anordnung/Ankopplungsmethode, welche den Prüfkopf
auf das Prüfobjekt richtet, wird vielfältig ausgeführt.
Entsprechend bestimmten Randbedingungen werden unterschiedliche
Ankopplungsmethoden eingesetzt.
Direkt-Ankopplung, wird nur bei großen Rohrdimensionen eingesetzt. Hierbei läßt sich vor allem eine gute Schalldurchdringung bei großen Wanddicken erzielen. Sie wird auch in den Fällen eingesetzt, wo andere Ankopplungsarten, welche mit Hilfe des Eintrittsecho arbeiten, problematisch sind.
Wasservorlauf-Ankopplung, wird mit einem Prüfkopfhalter sehr häufig eingesetzt. In einem weitem Dimensionsbereich ist dies die geeignete Methode.
Tauchtechnik-Ankopplung, wird überwiegend bei kleinen Rohrdimensionen angewendet, da hier eine berührungs- und belastungslose Messung erforderlich ist.
Rolf Diederichs 28.Dez.1995, info@ndt.net