DGZfP-JAHRESTAGUNG 2002

ZfP in Anwendung, Entwicklung und Forschung

START Beiträge > Plakate > Ultraschallprüfung:

Wanddickenmessung mit Ultraschall ohne Kenntnis der Schallgeschwindigkeit

Peter Renzel, Agfa NDT, Hürth
Kontakt: P. Renzel

Kurzfassung

Generationen von Ultraschallprüfern haben gelernt, vor der eigentlichen Wanddickenmessung die Schallgeschwindigkeit des zu prüfenden Materials zu bestimmen und einzustellen. Dies geschieht mit Hilfe von Kalibrierstücken des gleichen Materials, die in vielen Fällen eigens hierzu angefertigt und vermessen werden.

Es wird zunächst das physikalische Prinzip beschrieben, das die Bestimmung der Schallgeschwindigkeit des zu prüfenden Materials während der Wanddickenmessung erlaubt (AUTO-C). So werden Messungen an unterschiedlichen Materialien ohne Rekalibrierungen möglich, Anisotropien werden sofort erkennbar.

Im zweiten Teil wird die sinnvolle Erweiterung des Grundprinzips auf die Messung von beschichteten Materialien erläutert. Muss der Prüfer bisher mühsam die Beschichtung an der Messstelle entfernen und anschließend wieder auftragen, erhält er nun Informationen über Schicht- und Wanddicke gleichzeitig, ohne die Beschichtung zu beschädigen.

Bisher bekannte Verfahren (DUAL MULTI) benötigen hierzu zwei Rückwandechos, das vorgestellte jedoch nur ein Rückwandecho (TopCOAT). Damit ist die Messung selbst stark korrodierter Rückwände durch Beschichtungen möglich.

STARTHerausgeber: DGfZPProgrammierung: NDT.net