DGZfP-JAHRESTAGUNG 2002

ZfP in Anwendung, Entwicklung und Forschung

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Modulare Analyse der Zuverlässigkeit von ZfP-Systemen mit dem Werkzeug der Systemtheorie - Eine gute Balance zwischen Sicherheit und Ökonomie

Christina Müller, Bernhard Redmer, Mstislav Elaguine, Martina Scharmach, Uwe Ewert,
BAM Berlin
Lloyd Schaefer
Siemens Power Generation Berlin
Kontakt: B. Redmer, C. Müller, U. Ewert

Das schon bekannte Konzept der modularen Bewertung von Prüfsystemen wird hier mit dem wissenschaftlichen Konzept der Systemtheorie weiterentwickelt und für den effizienten Praxiseinsatz fit gemacht. Das Prüfsystem wird in die wesentlichsten Untermodule unterteilt. Die Komponenten der Zuverlässigkeitsformel, die physikalischen Gestzmäßigkeiten (Intrinsic Capability), die technisch-industriellen Anwendungsfaktoren (AP Application Factors) und der menschliche Faktor (HF Human Factors) geben eine Richtschnur. Der Beitrag der Module zur Gesamtzuverlässigkeit wird einzeln, und zwar mit der für das Modul am besten geeigneten Methode ermittelt, wie z.B. Modellrechnungen, a priori Wissen, aufgezeichnete Prüfdaten oder auch statistische Untersuchungen ähnlicher Natur. Die Gesamtzuverlässigkeit des Systems wird dann durch Verknüpfung der Beiträge der Module nach den Regeln der Systemtheorie, wobei Korrelataionen zwischen den Modulen berücksichtigt werden können, bestimmt. Hier eröffnet sich auch die Möglichkeit der Systemoptimierung durch Variation der Einflußparameter. Besonders für sicherheitsrelevante Systeme ist es ein großer Vorteil, dass die Informationslücke in Folge mangelnder statistischer Basis durch Information über die Physik des Systems oder anderes a priori Wissen ersetzt werden kann. Es werden Beispiele aus der mechanisierten radiographischen Prüfung von Rohrleitungen und aus der Wirbelstromprüfung für Flugzeugteile vorgestellt.

STARTHerausgeber: DGfZPProgrammierung: NDT.net