DGZfP-JAHRESTAGUNG 2002

ZfP in Anwendung, Entwicklung und Forschung

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Nachqualifizierung von Gasturbinen-Radscheiben mittels portablem, mechanisierten Prüfsystem - ein Baustein zum Lebensdauerkonzept bei Gasturbinen

Hans Rauschenbach, Siemens Power Generation, Mülheim a.d. Ruhr;
Jörg Friedrich, Werner Heinrich, Siemens Power Generation, Berlin;
Rainer Boehm, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Berlin
Kontakt: H. Rauschenbach, R. Boehm

Kurzfassung

Gasturbinen erliegen aufgrund der hohen Betriebstemperaturen sehr hohen Beanspruchungen während des Betriebes. Abhängig von der Betriebsweise der Gasturbine bestehen Empfehlungen zur Durchführung zerstörungsfreier Prüfungen nach einer bestimmten Anzahl von Betriebsstunden / Starts. Um dem Kraftwerksbetreiber gesicherte Empfehlungen für den Weiterbetrieb einer Gasturbine geben zu können, sind zerstörungsfreie Prüfungen an hoch beanspruchten Komponenten der Gasturbine (Turbinen- und Verdichterscheiben, Turbinen- und Verdichterschaufeln, Zuganker) im Rahmen von Revisionen im Kraftwerk erforderlich.
Basierend auf diesen Erfordernissen war die Entwicklung einer Ultraschallprüftechnik erforderlich, mit der Gasturbinen-Radscheiben während Revisionen unter Baustellenbedingungen geprüft werden können. Dabei waren insbesondere die Anforderungen der Konstruktion bezüglich der aufzufindenden Fehlergrößen in den Bereichen mit den höchsten Beanspruchungen zu berücksichtigen.
Der Vortrag beinhaltet sowohl die durchgeführten theoretischen Untersuchungen bezüglich einer geeigneten Ultraschall- Prüftechnik, einschließlich Schallfeldsimulationen, als auch die Entwicklung eines mobilen, bauteilgestützten Manipulators zur Prüfung von Gasturbinen-Radscheiben im Kraftwerk.

STARTHerausgeber: DGfZPProgrammierung: NDT.net