DGZfP-JAHRESTAGUNG 2002

ZfP in Anwendung, Entwicklung und Forschung

START Beiträge > Vorträge > Modellierung:

3D-Monte-Carlo-Simulation in der Radiographie

C. Bellon, G.-R. Tillack, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Berlin
Kontakt: G.-R. Tillack, C. Bellon

Kurzfassung

Die Computersimulation radiographischer Prüfungen basiert im allgemeinen auf der Anwendung des linearen Schwächungsgesetzes und eines Aufbaufaktors zur Beschreibung der Wechselwirkung von Strahlung und Materie. Die Benutzung des Aufbaufaktors bei der Simulation reduziert den Einfluß der Streustrahlung auf eine Kontrastminderung im Durchstrahlungsbild, innere Strukturen werden in Bezug auf die Streustrahlung nicht berücksichtigt. Für viele Anwendungen, wie z.B. die Schweißnahtprüfung, ist diese Vereinfachung praktisch nutzbar. Eine detaillierte Beschreibung der verschiedenen Wechselwirkungsmechanismen wie Compton- und Rayleigh-Streuung ist dagegen mit Hilfe des Monte-Carlo-Verfahrens möglich. Dieses Verfahren erlaubt es, verschiedene Einflußfaktoren wie z.B. bei der Verwendung von Verstärkerfolien gezielt zu untersuchen. An Beispielen werden Möglichkeiten aufgezeigt, die die Monte-Carlo-gestützte Simulation in der Radiographie bietet. Dabei ist vorzuheben, dass die Monte-Carlo-Methode eine "Labortechnik" für grundlegende Untersuchungen darstellt, da die enormen Rechenleistungen, die diese Methode erfordert, in der Praxis üblicherweise nicht zur Verfügung stehen.

STARTHerausgeber: DGfZPProgrammierung: NDT.net