DACH - Jahrestagung 2004 Salzburg

ZfP in Forschung, Entwicklung und Anwendung

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Zerstörungsfreie Eigenspannungsanalyse mit Neutronen

R. Schneider, Hahn-Meitner-Institut, Berlin; M. Hofmann, FRM II, TU München
Kontakt: Dr. Rainer Schneider

Kurzfassung

Die diffraktometrische Eigenspannungsanalyse mit Neutronenstrahlung ist eine zerstörungsfreie Methode, die in einzigartiger Weise die Bestimmung von Eigenspannungsprofilen von der Oberfläche bis tief ins Innere hoch beanspruchter industrieller Bauteile erlaubt.

Diese Fragestellung ist von stetig wachsender Bedeutung. Produktionsprozesse, Materialbearbeitung und ebenso thermische Belastung führen zur Bildung von Eigenspannungsverteilungen und Texturen. Diese sind durch inhomogene plastische Deformationen bedingt und beeinflussen in hohem Maße die Härte, Korrosions- und Ermüdungsbeständigkeit der Komponenten. Es gilt, Produktionsprozesse zu optimieren, Spannungen und Verzerrungen in Bauteilen zu reduzieren, die Produktqualität zu steigern sowie die Lebensdauer der Komponenten zu verlängern. Darüber hinaus ist die diffraktometrische Eigenspannungsanalyse mit Neutronen die einzige Methode, um zerstörungsfrei, ortsaufgelöst und phasensensitiv Spannungszustände tief im Volumen unter Bedingungen (Temperatur, Belastung, Atmosphäre usw.) zu bestimmen, die der realen Betriebsumgebung entsprechen.

Untersuchungen dieser Art können durchgeführt werden an den Materialforschungsdiffraktometern des Hahn-Meitner Instituts sowie der neuen Neutronenforschungsquelle FRM II Garching.

STARTHerausgeber: DGfZPProgrammierung: NDT.net