DACH - Jahrestagung 2004 Salzburg

ZfP in Forschung, Entwicklung und Anwendung

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Charakterisierung innerer Oberflächen nichtmetallischer Werkstoffe mittels Röntgen-Refraktions-Topographie

K.-W. Harbich, M.P Hentschel, BAM Berlin
Kontakt: Dr. rer.nat. Karl-Wolfram Harbich

Kurzfassung

Röntgen-Refraktions-Topographie ist ein zerstörungsfreies Verfahren zur Charakterisierung innerer Oberflächen von nichtmetallischen Werkstoffen.
Es handelt sich bei dieser Methode um eine Technik der Röntgen-Kleinwinkelstreuung, wobei die zu untersuchenden Probekörper unter fest eingestelltem Streuwinkel zweidimensional abgetastet werden. Durch röntgenoptische Brechungseffekte sind innere Oberflächen detektierbar, die wegen der kleinen Wellenlängen von Röntgenstrahlen bis zur Größe von wenigen Nanometer nachgewiesen werden können. Da es sich bei der Röntgenrefraktion um eine Durchstrahlungstechnik handelt, werden die inneren Oberflächen zu einer Projektion überlagert. Eine zweidimensionale Refraktionstopographie bildet deshalb eine ortsaufgelöste, über die Probendicke gemittelte integrale innere Oberfläche ab. Am Beispiel unterschiedlichster Werkstoffe, wie Schaumstoffe, Keramik, Polymere, Komposite und Pulver werden Ergebnisse der Röntgenrefraktion zur Mikrostrukturanalyse vorgestellt und das Potential dieser Methode überzeugend demonstriert.

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