DACH - Jahrestagung 2004 Salzburg

ZfP in Forschung, Entwicklung und Anwendung

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Industrielle Videoendoskopie - eine innovative Art der visuellen Prüfung

J. Bognar, TÜV Wien (A)
Kontakt: Ing. Jochen Bognar

Kurzfassung

Die optische Kontrolle mittels industrieller Videoendoskope findet im Qualitätswesen immer mehr Anwendung. Mit keiner anderen Technik können schwer einsehbare Hohlräume, Behälter und Rohrleitungssysteme so sicher und schnell überprüft werden. Mittels Endoskopen können bei laufenden Anlagen Schäden erkannt werden. Die Früherkennung von Bauteilschäden reduziert den Montageaufwand und damit die teuren Stillstandszeiten.

Der Einsatz von Videoendoskopen ist aber nicht nur auf ein rein anlagentechnisches Gebiet beschränkt. In Zusammenarbeit mit namenhaften Restauratoren werden kunsthistorische Objekte vor deren Restauration einer Videoendoskopie unterzogen, um deren inneren Zustand festzustellen. Neben der Mariensäule am Domplatz in Salzburg oder einer Quadriga am Dach des Parlaments in Wien zählte die Videoendoskopie des Denkmal Kaiser Franz I. in der Wiener Hofburg zu den interessantesten Tätigkeiten des TÜV Österreich auf diesem Gebiet.

Ziel der Videoendoskopie ist neben der Visualisierung des inneren Aufbaus von Objekten natürlich auch eine Zustandsbeurteilung hinsichtlich eventueller Korrosionsangriffe an tragenden Elementen der Konstruktion. Da bei diesen oft jahrhundertealten Objekten natürlich keine Pläne existieren, ist die Endoskopie oft die einzige Möglichkeit der Beurteilung und somit eine wesentliche Hilfestellung für die Restauratoren. Die daraus resultierenden Ergebnisse sind daher eine Basisgrundlage für Entscheidungen rund um zukünftige Restaurierungsmaßnahmen.

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