DACH - Jahrestagung 2004 Salzburg

ZfP in Forschung, Entwicklung und Anwendung

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Signalverarbeitung in einem PTG

Peter Renzel, Dipl.-Ing.(TH), GE Inspection Technologies, Hürth
Kontakt: Dipl.-Ing. (TH)Peter Renzel

Kurzfassung

Signalverarbeitung und -bewertung mit dem Präzisions-Wanddickenmessgerät CL 400 zur Verbesserung der Anzeigegenauigkeit und -stabilität.

Mehr und mehr übernehmen Mikroprozessoren bei Ultraschall-Wanddickenmessern neben dem üblichen Geräte- und Datenmanagement auch die Analyse von Echofolgen. Dies dient zum einen der Optimierung der Echodarstellung, zum anderen der intelligenten Verarbeitung und Bewertung von Echolaufzeiten.

Einstell- und Kalibrierroutinen, aber auch ganze Prüfabläufe werden durch den Aufruf von kompletten Geräteeinstellungen wesentlich vereinfacht, wie es zum Beispiel bei der Bestimmung des E-Moduls erforderlich ist.

Moderne Methoden der Echo-Digitalisierung führen zu einer sehr hohen Informationsdichte trotz niedriger Impulsfolgefrequenzen zur Mittelwertbildung. Anzeigeauflösungen bis 0,001 mm sind so für alle Schallgeschwindigkeiten erreichbar.

Polaritätswechsel beim An- und Abkoppeln von Prüfköpfen werden als Koppelkontrolle herangezogen und werden so zum Kriterium für eine gültige Anzeige. Fehler, die sich hierbei ergeben und vom Gerät nicht gelöst werden können, werden in Hinweise zur korrekten Bedienung umgewandelt.

Kleine Wanddickenwerte erfordern einen anderen Messmodus als große. Das Gerät erkennt dies und schaltet dickenabhängig um.

Wesentlichen Anteil an einer genauen und reproduzierbaren Wanddickenanzeige hat die Qualität der auszuwertenden Echos selber. Einerseits dürfen sie nicht zu groß sein: Übersteuerungen führen zu zeitlichen Verschiebungen der gesamten Echofolge. Andererseits führen zu kleine Echos zu unscharfer Digitalisierung und somit zu ungewünschten Schwankungen der Anzeige. All dies vermeidet eine Amplitudenregelung mit großem Dynamikbereich.

Im Vortrag werden die Maßnahmen beschrieben und anhand von Beispielen erläutert, was auch umfangreiche Messreihen gezeigt haben: durch den Einsatz von intelligenten Methoden der Signalverarbeitung und -bewertung ist es möglich, die Genauigkeit und Stabilität von Wanddickenanzeigen wesentlich zu verbessern.

STARTHerausgeber: DGfZPProgrammierung: NDT.net