DACH - Jahrestagung 2004 Salzburg

ZfP in Forschung, Entwicklung und Anwendung

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What´s the GAP?

G. Aufricht H. Theiretzbacher
Ö GfZP-Wien
Kontakt: KommRat Ing. Gerhard Aufricht

Herausforderung für die Zukunft

    Anforderungen und Erwartungen der Wirtschaft an nationale ZfP-Gesellschaften (als quasi One Stop Shop ) in Bezug auf Ausbildung, Qualifizierung, Zertifizierung und Überwachung von Personal für zerstörungsfreie Prüfung sowie deren Teilnahme am Normenwesen.

IST-Zustand

  • Kleine nationale ZfP-Gesellschaften stehen im Spannungsfeld der Wirtschaft und der arbeitnehmenden Gesellschaft
  • Sie sollen anerkannte,unabhängige, gemeinnützige nach EN 45013 akkreditierte Personenzertifizierungsstellen sein
  • Sie sind als Vereine zu Information, Kommunikation und Dienstleistung verpflichtet
  • Strengste Aufsicht nach dem Akkreditierungsgesetz
  • All dies soll der Wirtschaft nichts kosten!
  • Personalressourcen sind in kleinen Vereinen ebenso wie in der Wirtschaft -den KMU´s - das größte Problem
  • Grossunternehmen stellen nur restriktiv Funktionäre auf unbezahlter Basis bereit.

What ´ s the GAP?

    Für Erich lt. Langenscheidt:
    Loch in einer Mauer Öffnung in einer Hecke Leerer Raum breite Trennung Lücke.

GAP´s in ZfP-Gesellschaften

  • Werden bedingt durch Mangel an:
  • Ressourcen
  • Anstrengungen
  • Ideen
  • Einsichten

Ziele unserer Gesellschaften

    • ZfP IST NUTZEN FÜR ALLE!
    • Mehr Informationen und Aktivitäten
    • Programme und Aktionen die dem steigenden Stellenwert der persönlichen und umweltorientierten Sicherheit gerecht werden
    • Ausbildung die sich an neuen Technologien orientiert.
    • Flexiblere, praxisorientierte und kreativere Normenerstellung
    • Allumfassendes Qualitätsmanagement
    • Zusammen- und Mitarbeit in den ZfP-Gesellschaften und deren Arbeitskreisen
    • Meinungsbildung bei Behörden, Dienstgebern aber auch ZfP-Mitarbeitern
    • ZfP IST NUTZEN FÜR ALLE!

Verbesserungspotential

    1. Stärkung der Bedeutung der ZfP im Qualitätsmanagement 2. Vertretung der Mitgliederinteressen in der Normung 3. ZfP-Ausbildung (Lehrberuf, HTL´s, FH´s und TU´s) auf mehreren Ebenen 4. Neue ZfP - Informationsplattformen

1. Stärkung der Bedeutung: ZfP im Qualitätsmanagement

  • ZfP muss zur Chefsache werden
  • Innerbetriebliche Stellenwert der ZfP muss sich im QM-System niederschlagen
  • Erfahrung und Wissen der Stufe 3 Prüfer ist in den Bereichen: Konstruktion, Angebotswesen, Fertigung zu nutzen!
  • Sie fÖrdern ZfP-Fortbildung, neue Technologien, Pflege der "Written Practice" , u.a..

2. Vertretung der Mitglieder- Interessen in der Normung

  • Die Arbeit in Normungsgremien spiegelt die Lage der Wirtschaft
  • Bessere Vertretung der Industrie
  • Anpassung der CEN / ISO Normen an den realen, technologischen Fortschritt
  • Mitglieder von ZfP-Gesellschaften sind stärker praxis- und industrieorientiert
  • Sie geben ein Feed Back zu ZfP-Normen

3. ZfP-Ausbildung

  • Österreich braucht umfassende ZfP-Ausbildung an HTL´s, FH´s bzw. Uni´s
  • Eine Stiftungsprofessur "ZfP" wäre eine Herausforderung an Industrie und Wirtschaft
  • Lehrplanänderungen für ZfP an HTL´s werden angedacht
  • Vier anerkannten Ausbildungsstellen qualifizieren gemäß EN 473 und M 3041.

4 Neue ZfP - Informationsplattformen

  • ÖGfZP Informationen müssen für ALLE aktuell, jederzeit zur Verfügung stehen
  • Internet ist Informationsplattform Nr. 1
  • Diskussionsforen, Suchmaschinen und Datenbanken sind bereitzustellen (Links)
  • Vortrags-/Tagungsveranstaltungen zu aktuellen (ZfP)-Themen sind zu forcieren

Die heutige Situation

  • ÖGfZP ist die anerkannte, akkreditierte ZfP-Personenzertifizierungsstelle
  • Sie bietet Informationen in zwei Fachzeitschriften, in der Home Page, u.a.
  • ÖGfZP-Mitglieder arbeiten in nationalen und internationalen Normengremien mit
  • ÖGfZP kooperiert mit anderen ZfP-Gesellschaften und ist in internationalen Gremien vertreten.

Kooperation mit ZfP- Gesellschaften

  • Ausbau der DACH- Aktivitäten
  • Gemeinsame Ausbildungsunterlagen
  • Zusammenarbeit bei der Zertifizierung neuer Methoden, Techniken (AT, TOFT)
  • Gemeinsame ZfP-Projektarbeiten mit Nutzung von EU-Mitteln (Leonardoprojekt)
  • Lobbying bei der Normenerstellung
  • ZfP-Promotion für neue Zielgruppen

Mitarbeit in internationalen ZfP-Gremien

  • ÖGfZP ist Mitglied des ICNDT
  • ÖGfZP ist Gründungsmitglied der European Federation for NDT (EFNDT)
  • Erarbeitung des "Code of Practice for Recognised Third Party organisations"
  • Harmonisierung der EA-Akkreditierungsregeln für die europäischen Akkreditierer
  • "Guidline for NDT-Personal training and certification" (Informationsbrochüre).

Die nächsten Schritte:

  • Strukturlücken in kleinen ZfP-Gesellschaften erfassen und analysieren
  • Strategien und Aktionspläne daraus ableiten
  • Zur Umsetzung ist die Zusammenarbeit aller Interessierten, Betroffenen notwendig
  • Konservative Vereinsstrukturen aufbrechen, jüngerer Funktionäre rekrutieren, Ressourcen bereitstellen

Damit ZfP für ALLE zum Nutzen wird!

  • Verbesserung der Informationsaktivitäten
  • Berücksichtigung neuer Technologien und ZfP-Techniken bei der Ausbildung
  • ZfP-Promotion für ein umfassendes Qualitätsmanagement im Unternehmen
  • Jungfunktionäre sind zu gewinnen, Ressourcen sind bereit zu stellen
  • Positive Meinungsbildung für Alle, die mit der ZfP in Berührung kommen oder sind.

No GAP ´ s => No GAU

Danke für Ihre Aufmerksamkeit

STARTHerausgeber: DGfZPProgrammierung: NDT.net