NDTnet 1998 June, Vol.3 No.6


RealAudio Niederschrift:
Stellungnahme zu unseren Meldungen über
die Deutsche Bahn AG und die ZfP Verantwortung


Ton
Liebe "Zuhörer" hier auf dem Internet.
Ich, Rolf Diederichs Herausgeber von NDTnet der Fachzeitschrift für Ultraschallprüftechnik und ZfP im Allgemeinen möchte hier kurz unsere jüngsten Pressemeldungen kommentieren.

Unsere Meldung mit den Vorwürfen, daß die Deutsche Bahn hätte besser Lösungen der Ultraschalltechnik jahrelang versäumt einzusetzen hatte sicherlich einige Aufmerksamkeit erzielt. Den wörtlichen Inhalt möchte ich hier nicht wiederholen - dazu stehen wir weiterhin. Hier möchte ich jedoch eher auf die generellen Punkte in dem Zusammenhang eingehen.


Der Seiltanz
Folgen fehlerhafte Produkte
rechtlich
Zivilrechtlich Strafrechtlich
Folgeschäden
an Personen
und Sachen
Sanktionen wegen
- Körperverletzung
- fahrlässige Tötung
- u.a.m
Die Industrie hat häufig die Notwendigkeit des Einsatzes der zerstörungsfreien Prüfung (ZfP) zur Qualitätssicherung an sicherheitsrelevanten Bauteilen. Es werden jedoch nicht immer die entsprechenden Mittel von der Geschäftsleitung zur Verfügung gestellt. An diesem Punkt beginnt die Problematik welche in der ZfP- Branche schon lange Zeit unter dem Titel "Ethik in der ZfP" diskutiert wird. Somit muß ein Abteilungsleiter, der überlicherweise in einem Abhängigkeitsverhältnis zu seinem Vorgesetzten steht, sprich Geschäftsleitung, eben mit einem entsprechenden Rückrad, auf die Durchsetzung der erforderlichen Prüfung drängen.

Noch komplizierter wird es wenn dann unter Umständen, die Mittel zwar freigegeben wurden, aber die Fachkompetenz beim Besteller oder Lieferanten der Prüfausrüstung fehlt. Um diese Lücke zu schließen gibt es in anderen Industriebereichen Vorschriften welche die Überprüfung des Prüfkonzeptes durch neutrale Drittstellen vorschreibt. Im vorliegen Falle sollte dies sicherlich tunlichst bald eingeführt werden.

Deswegen sollte man doch jetzt nicht glauben, es fehlen noch die Vorschriften, also brauche vorerst nichts getan werden. Beachten muß man in jedem Falle das Produkthaftungsgesetz, denn danach muß ein Betreiber in jedem Falle für Folgeschäden haften.

Nach vorne schauend empfehle ich eine Prüftechnik möglichst kurzfristig zu etablieren und die Deutsche Bahn AG sollte dabei möglichst viele Experten hören.

Ich danke für Ihr Zuhören hier auf dem Internet, auf dem so genannten NDTnet Channel, und ich lade herzlichst zu weiteren Diskussionen im Forum auf NDTnet ein. (NDTnet www.ndt.net)

Weiterführende Lektüre z.B.:

http://www.ndt.net/article/dgzfp/dach57/bauer/bauer.htm
Bedeutung der Zerstörungsfreien Prüfverfahren für die Produkthaftung (Teil 1) C.O. Bauer, Wuppertal, Apr '97

http://www.ndt.net/article/dgzfp/dach58/bauer/bauer.htm
Produkthaftung stellt Fragen zur Zuverlässigkeit der ZfP (Teil 2) C.O. Bauer, Wuppertal, Juni '97

http://www.ndt.net/article/dgzfp/dach59/bauer/bauer.htm
Qualitätssicherung durch Zertifikate - läßt sich Haftung delegieren? C.O. Bauer, Wuppertal, Okt '97

Rolf Diederichs has 20 years working experience in the field of Ultrasonic Systems of Nondestructive Testing and Process Control. He worked in Development, Engineering, After Sales, Applications, Sales, Product Marketing for Ultrasonic equipment and automatic testing machines. He is a member of the DGZfP and ASNT. Today he is publisher and editor of NDTnet. more


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